Spurensuche in der Asche – 2025

Durch den vergangenen Jahreskreis mit Heckenwerk

Nach jedem Jahreskreisfest bewahren wir etwas von der Asche des Ritualfeuers. Am nächsten Fest ziehen wir damit unseren Schutzkreis – um Zeiten zu verbinden und Kräfte zu bündeln.

In diesem Sinne ist dieser Jahresrückblick ist kein Bericht im klassischen Sinne. Er ist eine Sammlung von Spuren: Fragen, die uns beschäftigt haben, Wege, die wir vertieft haben und Klängen, die uns bewegt haben. 2025 hat uns dabei in Spiralen von nach außen nach innen und wieder zurück geführt – in Haltungen, Übergänge und Beziehungsräume. Was daraus entstanden ist, zeigt sich in unterschiedlichen Formen: politisch, spirituell, musikalisch, gemeinschaftlich.

Nicht alles lässt sich in Worte fassen oder will erzählt werden. Aber einiges davon teilen wir hier.

Die vier Strömungen dieses Jahres

Heilwege und Haltung

Unsere Heilwege sind politisch – nicht als Parole, sondern als Haltung. 2025 hat uns tiefer ins Spüren geführt, in liminale Räume, kritische Auseinandersetzung mit Kultur, Animismus und Naturbezug.

Liminalität praktisch leben

Das Wirken in liminalen Räumen ist 2025 zu einer gelebten Praxis geworden – im Alltag, im Träumen, im Räuchern und in unserer Arbeit mit dem Fliegenpilz. Aus Stabilität heraus durften neue Formen wachsen.

› Klingen und Schwingen

Klang, Rhythmus, Fließen – 2025 hat uns stärker mit der Musik verbunden als je zuvor. In Kreisen, Zirkeln und Zeremonien sind wir in Schwingungen getreten, die überraschen, tragen und inspirieren.

› Sichtbarkeit aushalten lernen

Gesehen werden heißt auch, genauer hinzuschauen – auf uns, auf andere, auf unsere Wege. Dieses Kapitel erzählt von den neuen Bühnen auf die wir uns gewagt haben, und von Menschen, die uns begleitet und bereichert haben.


 

Wo Heilwege Haltung erfordern – nordische Wurzeln, Animismus und Verantwortung

Nachdem wir 2024 den ›hiesigen Waldprotest unterstützt hatten (und sie waren erfolgreich!) wurde es erstmal still um unser Engagement auf gesellschaftlich-politischer Ebene – dachten wir! Denn unsere Aufmerksamkeit richtete sich eher auf die Bedeutung unseres Wirkens mit Heckenwerk als politische Arbeit. Damit sind wir tiefer getaucht als zuvor und haben neue Perspektiven und Haltung gewonnen und darüber hinaus tolle Menschen kennengelernt.

Mythologie und koloniales Mindset

Mit Marlene und Paul von der Psychedelic Society Berlin haben wir zu Beginn des Jahres einen ›Talk über den Fliegenpilz auf Youtube veröffentlicht, wo wir uns austauschen darüber, welche kolonialen Mindsets durch ihn herausgefordert werden. Wie können wir uns spirituell und mit Ritualen neu verwurzeln, ohne dabei kulturelle Aneignung zu betreiben? Was bedeutet „Verwildern“ für uns, was bewegt die Arbeit mit Amanita Muscaria dabei? Herzlichen Dank an die beiden für den tollen Austausch! (Mit Marlene entwickelte sich auch eine wundervolle Kollaboration, zum Beispiel haben wir ihr ›PDF zum Fliegenpilz in unseren Shop aufgenommen.)

In diesen und ähnlichen Reflexionen wurden und werden wir inspiriert von verschiedenen Stimmen zu Animismus und nordischer Mythologie – wie ›Nordic Animism, ›The Sacred Flame oder ›The Emerald Podcast und vielen mehr. Passend dazu wurde dieses Jahr auch der erste deutsche Animismus-Verein von Raphaels Hagazussa-Lehrer ›Urs Barth gegründet: ›Samseti e.V. Immer mehr erkennen wir, wie tief das Thema verwoben ist mit politischen Protesten zum Schutz der Natur, wie zum Beispiel die der ›Standing Rock Reservations oder aktuellen Besetzungen in den Urwäldern von Canada. Hier knüpfen wir im Herzen an an die Zeit der Protest im Hambacher Wald, wo einzelne ›Kontakte aus dieser Zeit immer wieder unseren Weg kreuzen und diesen Herbst wieder aufgenommen wurden.

Es gab auch einen glücklichen Zufallsfund im Bücherregal des Bahnhofskiosk „Die wahre Geschichte der Germanen“ (›Review), die sich kritisch mit der archäologischen Geschichte in Deutschland auseinandersetzt und auf vielfältige Weise zeigt, dass „DIE Germanen“ und „DIE Kultur“ eine Mär sind, die sich in kunterbunter Diversität auflöst. Daran schlossen Vorträge an zB beim Museum von ›Haitabu, die sich kritisch mit den faschistischen Vereinnahmungen von „Wikinger“-Funden auseinandersetzt und auch das Buch „Die Schamanin von Bad Dürrenbach“ thematisiert unsere bewusste sowie unbewusste Kulturblindheit und unseren exotik-geilen Blick auf Natur-Religionen.
Ein Teil dessen verwob sich mit konkreten Erfahrungen aus unseren Jahreskreisen, so dass Mela sich herausgefordert sah, sich tiefer mit Wortmagie auseinanderzusetzen. ›Hail, Heil, Holy? Auch sonst zeigte sich dieses tiefere Gespür für die Bedeutung unseres Wirkens immer öfter und ernsthafter in den konkreten Ausrichtungen der jeweiligen Jahreskreisfeste.

Naturprotest und kulturelle Verantwortung

Ein weiteres Angebot einer geschätzten, schamagisch arbeitenden Kollegin hat uns dann noch einen weiteren Zugang zum Umgang mit umweltpolitischen Wegen geschenkt: ›Katrin Uhl hat eine ›„The Week“ organisiert, worüber wir noch tiefer ins Spüren und Trauerarbeit gekommen sind. Herzlichen Dank an dich, liebe Katrin! Und an die Macher:innen dieses kostenfreien Angebots, das jede:r von uns jederzeit selbst ins Leben rufen und umsetzen kann. Wir können diese Arbeit nur empfehlen, auch wenn aktuelle Entwicklungen einige Inhalte gefühlt schon überholt haben.
Diese bewegende Week widerrum hat Mela dazu inspiriert, sich ganz lokal mit der (angeblichen) Blühwiese der Stadt hinterm eigenen Haus auseinanderzusetzen. Aber das der Herbst dann doch ganz schön wild wurde mit Terminen „und allem“, wurde dies auf Anfang 2026 vertragt.
So ziemlich parallel dazu wurde Raphael wieder bei der ›Clownsarmee zur Friedensarbeit rekrutiert – dessen Erlebnisse noch einen eigenen Artikel wert wären – hier soll der Link zur Kressepomferenz genügen.

Fazit: Ja, auch das Infragestellen des kulturellen Status Quo ist politische Haltung. Zum Beispiel dürfen wir Konzepte von Zeit neu denken, von Realität (siehe KI in den Kinderschuhen) und auch, was als wertvoll und erstrebenswert erachtet wird in unserer „Zivilisation“. Ein Bereich, der uns zeigt, wo und wie wir uns Lebensbereiche zurückerobern dürfen, die als nutzlos (ohne Nutzen im Verwertungs-Wortsinne!) verpönt werden, sind die sogenannten Liminalen Räume, in die wir uns immer weiter ausbreiten.

Appreciation: Als erstes hörte Mela vor Jahren bei ›Jennifer Dumpert von den liminalen Räumen, später dann bei ›Uma Dinsmore-Tuli – wobei Raphael schon gut damit in Kontakt damit war und dann die größeren Zyklen des Jahresrades mit hineinbrachte, das Andersweltreisen und Kontakt mit den Spirits.

 
wilder Bilder-Mix 2025

 

Liminalität leben – in Alltag, Arbeit und spiritueller Praxis

Dieses Jahr merken wir immer deutlicher, dass unser Wirken sich viel um Liminalität dreht – die Übergangs- und Zwischenräume, die sich im zyklischen Leben immer wieder zeigen.

Zwischen Zweifel und Potenzial: Wo wir gerade stehen

Eine große Marke ist hier natürlich der Winter im Norden des Jahresrades mit seiner großen Pause, der Stille zwischen den Jahren. Der Moment nach dem Tod und vor der Zeugung, wo das Potenzial noch unbestimmt den Raum einnehmen darf. Die ›Rauhnächte sind heuer wohl deshalb besonders intensiv ausgefallen. Wir merken gerade sehr deutlich, wo wir überall dazwischen stehen:

  • Unsere Angebote tragen Früchte, zeigen erste Stabilität und stehen gleichzeitig offen für Weiterentwicklung und größere Ideen, die daran anschließen.

  • Über unsere regelmäßigen ›Jahreskreisfeste orientieren wir uns an den Zyklen in der Natur und wir spüren, wie sich langsam das animistische Erleben darüber öffnet – wir stehen am Anfang eines neuen Abenteuers.

  • Das Träumen und das „Drumherum“ entwickelt sich zu einer täglichen Praxis, die unser Leben bereichert und vertieft … von schmerzhaften Erkenntnissen bis hin zu absurd komischen Geschichten.

  • Angeleitete Meditationen wie ›Amanita Nidra und andere Formate helfen uns, immer wieder im Alltag zu entspannen und tiefere Bewusstseins- und Traumschichten zu erforschen.

  • Wir reifen, hinterfragen und merken, wie viel Potenzial wir noch in uns tragen!

Rauhnacht-Reflexion von Mela – 30.12. in der Mitte der Zwischenzeit Heute habe ich seit langem mal wieder beim Aufwachen den Raum von Hypnopompia betreten – diese schneller Bilderfolgen, die man in der Aufwachphase träumen kann. Und nach tiefgehenden Träumen die letzten Tage zeigt sich mal wieder: es muss nicht der 5te-Dimension-luzide-Blockbuster der Traumwelt sein, manchmal reicht 1 Bild, das Eindruck hinterlässt: Eine dicke Wolfsspinne auf meinem Meditationskissen (das schon vor dem Kennenlernen des Fliegenpilzes wie einer aussah!). Seit Tagen habe ich vor, wieder zu meditieren, aber es treibt mich dann aus der Ruhe mit 1000 Dingen, die zu tun sind – ich nehme mir nicht die Zeit. Will die Spinne mir sagen, dass sie bald hier die dicken Spinnweben installieren will, wenn ich nicht in die Pötte komme?
Gleichzeitig kamen 2 Impulse, die mich gerade stark mit dem Thema „Praxis meiner Spiritualität und Authentizität meiner Arbeit“ in Berührung bringen – denn es fühlt nicht so spirituell zur Zeit (bzw nicht so, wie das manchmal in meinem Kopf rumspukt). Da kommen viele Zweifelssätze in meinen Kopf von „wer bin ich denn“, „Wer nix wird, wird Schamane“, das Gefühl nicht „in Kontakt zu sein“ und anderem Quatsch. Das volle Imposter-Programm eben.
Aber vielleicht ist die Spinne auch eine aus der magischen Welt, die Weberin, die vielleicht selbst die Träume spinnt oder fängt? Gerade scheint sie mir ein gutes Omen, das mich freundlich auffordert, erstmal hinzusehen – und ich brauche es nicht wissen, darf es wirken und sich entfalten lassen.

„Wir haben dieses Jahr gelernt, bewusster in den Zwischenzeiten zu stehen.“


Räuchern und das Meisterwesen Amanita Muscaria

Eine Praxis, auf die wir in solchen Situationen immer zurückgreifen können:Räuchern – es ist für uns ein Weg, sich den liminalen Räumen zu öffnen und zurückzutreten von dem Drang „es direkt lösen zu müssen“. Gerade sind es die ersten Räucherstäbchen mit Fliegenpilz, mit denen ich experimentiere. Dieses Jahr war es aber auch viel der ›Beifuß – das hiesige schamanische Kraut, das uns wärmt und die Tore öffnet – das uns durch das Jahr begleitet hat, ganz leise, aber immer da! Und das ist nur ein Beispiel … Wir haben mit dem, was wir an Schätzen aus Harz, Kraut und Wurzel in unserem Atelier vorliegen haben, gerade mal an der Oberfläche gekratzt. Wir hoffen, das kommende Jahr davon einige heben zu können und für euch verfügbar machen zu können.

Und es ist uns der ›Fliegenpilz in den letzten Jahren der Meister geworden, der er nunmal ist: Er begleitet uns durch Rituale, öffnet Räume für Reflexion – und im letzten Jahr waren wir soweit, dass wir viele neue Formate auf unserem stabilen Grundkurs ›„Amanita Basics“ aufbauen konnten:

  • Die Microdosing-Zirkel in ›Frühling und ›Herbst haben leckere, kostenfreie Info-Calls bekommen, wo wir in die jeweilige Zeitqualität und in unsere Arbeit einführen sowie praktisches Wissen vermitteln.

  • Die ›AWURAITI-Zeremonie entwickelt sich weiter gemäß unserer eigenen Entwicklung mit dem Meisterwesen und auch hier gibt es einen kostenlosen Infocall, in dem wir einen Einblick in die Qualität der Zeremonie und unsere Haltung darin geben.

  • Der Sommer und der Winter sind auch gefüllt worden – wir haben das ›Fliegenpilz-Basis-Camp ins Leben gerufen (unten mehr dazu!) und den knackigen, intensiven Rauhnachts-Microdosing-Zirkel, der uns gerade so wunderbar begleitet.

  • Und endlich – endlich! – setzen wir 2026 unsere Amanita Muscaria Masterclass um, das ein didaktisch wohlportioniertes und umfassendes Online-Angebot unserer „Amanita Basics“ ergeben wird.

Wir haben hier ein Füllhorn an Ideen und freuen uns, dass wir immer mehr Mut haben, die Botschaft des Fliegenpilzes in so vielfältiger Weise in die Welt zu tragen:
Wir verwildern uns! Zurück in den authentischen Kontakt zu uns selbst, in Gemeinschaft und den Kanon der Natur. Und wir feiern jeden, der sich mit uns auf diesen Weg macht.

„Wir sind dankbar für die Begleitung, die wir erfahren.“

Warum uns liminale Räume am Herzen liegen:
› sie öffnen Wirklichkeit, statt sie festzulegen
› sie erlauben Mehrdeutigkeit in einer Welt der Eindeutigkeiten
› sie entziehen sich Macht- & Deutungskämpfen
› sie stärken Erfahrung, Beziehung und inneres Wissen
› sie erinnern uns daran, dass Realität mehr ist, als das Sagbare


Best of Amanita Muscaria 2025:

Es ist schon 2026, die Sonne scheint und bringt die Eiszapfen zum Glitzern an der Dachrinne gegenüber ... wir bereiten die ersten Kalendertage die kommende Zeremonie am Wochenende vor. Wir gucken auf unseren Jahresrückblick und finden inspiriert die Zeit, noch mal einzusteigen und die nächsten Abschnitte fertig zu schreiben:

 

Die Welt fängt an zu klingen, …

…triffst du nur das Zauberwort! Dieses Jahr bringt uns stärker in das Fließen mit der Musik. Und wir lieben es! Beim Amanita Online-Kongress (unten mehr dazu) haben wir auch erfahren, dass diese Verbindung sogar ganz traditionell mit dem Fliegenpilz einhergeht. Na, da wundert uns das natürlich gar nicht mehr, dass wir so eine Freude darin gefunden haben. Hier unsere Highlights 2025:

Magischer Auftakt mit der Whole Vigil-Night

Das Jahr ist eindrucksvoll gestartet! Mit einem ganz speziellen musischem Devotion- und Gesangsritual trugen uns Anfang des Jahres ›Verina, ›Céline und ›Andrea mit ihrer Vigil-Night von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Bei der ersten großen Zeremonie in unserer Jurte durften wir als Gäste den Gesang im Kreis mit tiefer Hingabe erleben. Bald ist es eine Sonnenumrundung her, dass wir zusammen in der Jurte saßen! Wie viel ist in diesem Jahr passiert … herzlichen Dank an dieser Stelle noch mal für euer Wirken! Es hat die Musik in uns gestärkt und in unser Leben getragen.

 

Die Tiefe im Vollmondtrommeln

10 Mal haben wir das Jahr die Mondin – nordisch: den Mani – geehrt. Diese Abende sind inzwischen ein wichtiger Bestandteil unserer Kreise, auch wenn dies keine kommerziellen Zusammenkünfte sind, sondern auf Spendenbasis für Feuer und Platz gewertschätzt werden. Die Abende haben innerhalb des schlichten Rahmens vielfältige Erfahrungen kreiert – inspirieren lassen wir uns durch spontane Impulse, die die Menschen in den Kreis geben und manchmal auch von Tarotkarten oder bewegenden Nachrichten aus der Welt.

Durch die Stetigkeit und mit praktischen Aufmerksamkeitsübungen sind wir langsam richtig gut geworden, in diversen Richtung mit dem Klang der Trommel und manchmal auch anderen Instrumenten in verschiedene Energiefelder einzutauchen. Durch die Praxis haben wir Stablilität und Sicherheit im Trommeln und Musizieren entwickelt, das uns in unseren verschiedenen Zeremonien zu Gute kommt.

Unter anderem konnten wir so bei einem Chaosmagischen Treffen in Sachsen mit der befreundeten Gruppe „ChaOst“ spontan und ausdauernd den Rahmen einer Extase-Zeremonie halten. (Und wie’s die Magie will, haben wir dort den ersten Fliegenpilz des Herbstes gefunden!). Falls eins von euch wilder Truppe das liest: Heureka! Gerne wieder!

 

Frei fühlen am Fliegenpilz Basis-Camp

Auch im sagenumwobenen (?! :D) Wildniscamp zum Fliegenpilz passierten nicht nur kleine Ahas in der Wissensvermittlung … Auf wundersame Weise konnte die Gruppe die Verbindung von Musikalität und dem Wirken des Fliegenpilz erkennen. An den Jam-Abend konnten wir uns miteinander, dem Feuer und den Nachtwesen synchronisieren gemeinsam mit Trommel, Rassel, Tönen und der Schruti-Box.

Für einige Teilnehmende war dies eine transformierende Erfahrung, weil sie sich selbst im Vorhinein sich als sehr unmusikalisch betrachtet hatten und zunächst etwas scheu auf die Instrumente guckten. Der Fliegenpilz bringt hier seine wunderbare Eigenschaft mit ins Spiel, dass wir hinter unsere Konditionierung zurücktreten können und wir die Freude am Musizieren wiederfinden, die bei vielen durch die hiesige „musikalische Bildung“ nie fließen konnte. So können viele in den Flow einsteigen, ohne sich an „richtig“ oder „virtuos“ messen zu müssen.

Basis-Camp Fliegenpilz Basis-Camp Fliegenpilz
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Apropos, wenn dich so ein langes Wochenende ruft: der Termin für 2026 steht schon!

 

Neue Einflüsse: Galdr, Rasseln, Runeraunen

Durch den neuen Kurs zum Runengesang mit dem Storytelling-Elder ›Andreas Kornevall entstand eine ganz neue magische Verbindung zwischen Naturwahrnehmung und ein Weben von Gesang, Symbolik und Spiritkontakt. Wir sind begeistert und belebt – insbesondere für Raphael hat sich mit dem Sitzplatz eine tägliche Praxis ergeben, durch Naturgesang, „Galdr“, mit den Wesenheiten im Wald zu wirken. Durch die magische Schau, das Spüren der irdischen Kräfte und das Wirken seiner Elemente tun wir es so Odin ähnlich: Neue Runen schauen, nach Midgard bringen und raunen. …

Zudem haben Rasseln und der Selbstbau von verschiedenen einfachen Sound-Objekten unsere Aufmerksamkeit bekommen: recht spontan haben wir einen DIY-Tag ins Leben gerufen, wo wir gemeinsam aus mitgebrachten Dingen von Samenkapseln bis Perlen uns kreativ ausgetobt haben. Jeder konnte etwas am Ende mitnehmen.

 

Winter-Sonnwend-Feier

Abgeschlossen haben wir das Jahr mit einer ebenso magischen, fulminanten Nacht, wie es begann. Wir hatten eine wilde Party mit Sauna, Fliegenpilz aus dem Hexenkessen und viel Musik. Eine großartige Bereicherung waren hier ›Siko und ›Floramor, die ein Harmonium und viel Erfahrung mit Musikkreisen mitgebracht haben. Floramor hat in unserem Kreis auch ihr neugeborenes Lied geteilt (Link siehe rechts), was uns eine besondere Ehre war.

Und so ging mit erfüllendem Gesang ein Jahr zuende, das mit einem Gesangsritual begann. Dazwischen viel Musik, wild und frei und mit neuen Lidern, selbst gefundene, eingegebene, von lieben Menschen weitergegebene … Möge uns diese Fülle auch im kommenden Jahr ereilen!


 

Gesehen werden – und genauer hinsehen

Wir wachsen in die Sichtbarkeit. Langsam und stetig über neue Plattformen, Kollaborationen und Netzwerken in die verschiedenen Interessensgebiete hinein. Damit kommt auch die Herausforderung, genauer Hinzuschauen, wie und was wir kommunizieren, wen wir anziehen und welches Feintuning in unserer Arbeit es braucht. Hier also unsere 3 spannendsten Bühnen, die wir 2025 betreten durften.

Abenteuer Instagram

Jeden Tag etwas Neues lernen, soll man … heißt es. Uns reicht 1x im Jahr ;-) zumindest, wenn es so etwas komplexes ist, wie sich als Newbie auf einer Social Media Plattform rumzutummeln. Allein schon, sich vor die Kamera zu stellen, da ganze Sätze (am besten natürlich tiefgehende Weisheiten!) von sich zu geben und dabei den Cringe zu umarmen. Das macht ganz schnell diesen Komplex sichtbar von Selbst-Wahrnehmung vs Außenwahrnehmung, Privates und Öffentlichkeit und: wo fängt echte Community an auf einer Plattform, die es belohnt, wenn man strategisch folgt, kommentiert und liked? Wir probieren uns also aus soweit es Spaß macht, nehmen es nicht zu ernst, verfolgen keine Strategien und Trends … und zumindest haben wir mit vielen spannenden Menschen angebandelt und sich zum Beispiel auch mit Anette von ›Tunritha‹ näher in Kontakt gekommen. Wir werden weiter beobachten, wie es sich entwickelt.

Folge uns gerne, falls du auch auf Instagram unterwegs bist!

 

Amanita Muscaria Institut

Mit und für unseren Partner ›Amanita Muscaria Institut haben wir dieses Jahr verschiedene Formate etabliert, die uns von Heckenwerk auch einiges an Sichtbarkeit beschert hat – was wir im nächsten Jahr ausbauen wollen.

Vor allem das Pilzgeplauder war eine Konstante, die von den Mitgliedern gerne wahrgenommen wurde. Diese Online-Abende sind meist thematisch gerahmt und haben intensive Runden beschert. Vor allem Integration, verschiedene Forschungswege (wie Rituale und Träume) als auch jahreszeitbezogene Talks waren im Fokus. Es gab Klangreisen und angeleitete Meditationen und vor allem: Erfahrungen austauschen! Dies ist für viele immer noch einer der wichtigsten Aspekte in der Community – gerade, wenn man sich im direkten Freundeskreis noch richtig schräg mit dem neuen „Hobby“ vorkommt.

Aber es gab auch die ersten Interviews im Rahmen des Instituts, zum Beispiel mit Frau Dr. Ginter aus Freiburg, das Adrian und Mela führten. Wir hoffen, dass dieser tollen Video-Serie noch viele spannende Gespräche folgen mit Menschen, die sich tief und im Speziellen mit dem Fliegenpilz auseinandersetzen.

 

Amanita online-Kongress

Im Herbst gab uns ›Nora Mamblona die Ehre, ein Interview mit uns zu führen, das dann im Herbst im Rahmen eines mehrtägigen ›Amanita Online-Kongresses anzuschauen war. Das war recht aufregend, waren doch auch Vorbilder und Szene-Größen wie zum Beispiel ›Amanita Dreamer, ›Kevin Feeney, ›Wolfgang Bauer und ›Markus Berger zu Gast auf dem Kongress mit ihren Perspektiven und Geschichten.

Unser Interview könnt ihr ›hier in voller Länge ansehen (allerdings nur gegen Geld zur Zeit). Zusammenfassend können wir jedoch sagen: Es war spannend, dass wir vor allem zu unserem zeremoniellen Wirken befragt wurden, wo wir uns doch selbst vor allem in der Rolle von Aufklärung und Mentorship sehen! So ging es dann vor allem um unser Selbstverständnis, wie wir in der Neuverwurzelung von hiesiger, spiritueller Kultur stehen: die nordischen Inspirationen, Animismus und die Wiederverbindung zum Land unter unseren Füßen und wie wir in unseren Zeremonien den Raum halten. Das war recht aufregend, denn in diesem Feld sehen wir uns selbst als Forschende und die geerdete Sprache darüber fließt noch nicht aus der langjährigen Erfahrung. Im Gegensatz zu unserem eigenen kritischen Blick auf den Talk haben wir tolles Feedback von vielen Menschen bekommen, die unsere ehrliche Art und Ausrichtung sehr schätzen!

Darüber hinaus gibt es ein viertes Projekt, bei dem wir Teil der Entstehungsgeschichte sind. Wer mag, kann ›auf Instagram schon mal reinschnuppern … bis die Dokumentation dann tatsächlich ausgestrahlt wird, dürfte noch einige Zeit vergehen! Die Menschen dahinter sind auf jeden Fall großartig und über 2025 hinweg Freunde geworden. Wir freuen uns sehr und warten mit Schmetterlingen im Bauch.


 

2025 – Zahlen, Begegnungen, Dankbarkeit

    • 8 Newsletter (hier lesen und abonnieren!)

    • über 35.000 Website-Aufrufe – das ist rund 9.000x öfter als im Jahr davor!

    • Instagram – seit Anfang Februar ‘25: 113 Beiträge für 244 Follower

    • Telegram (Haupt-Kanal only): 223 Posts für 395 Follower

  • 33-mal kamen wir on- und offline in Kreisen, Zirkeln und Zeremonien zusammen und hielten so Raum für über 200 Teilnehmende – in Gruppen von jeweils etwa 4 bis 20 Menschen. Hinter dieser sichtbaren Präsenz steht ein Mehrfaches an Vorbereitungszeit sowie Begleitung im Vorfeld und im Nachklang.

    • 8x Amanita Basics

    • 10x Vollmondtrommeln

    • 3 Nächte Utiseta

    • 4 Tage Fliegenpilz Basis-Camp

    • 12 Wochen Microdosing-Zirkel

    • 8 Jahreskreisfeste + Wintersonnwende

    • 10 Stunden kostenfreie online-Calls

  • Marcel – für die Freude, dass er an so vielen unserer Feste und Zeremonien teilnimmt und uns tatkräftig unterstützt.

    Uwe und Thommy – für das Freunde-werden rund um ein gemeinsames Projekt und die tollen Runden, die wir in eurer Küche und am Feuer hatten.

    Guido – für den tollen Jurtenplatz, den wir nutzen durften und die lieben Schafe, die uns so zutraulich und Raumhaltend begleitet haben. Wir lieben auch Möhrchen, die Katze am Ort!

    unsere Katzensitties – Jenny, Selms, Leon, Puck. Ohne eure Unterstützung wären so viele der Veranstaltungen nicht möglich gewesen! eure Liebe zu unseren 2 Fellnasen hat uns getragen.

    Und wir wissen, diese Liste ist furchtbar unvollständig, deshalb: Liebe an

    • alle, die sich von uns haben begeistern lassen

    • alle, die vorbereitet, nachbereitet und begleitet haben

    • die Natur, die uns inspiriert und herausfordert

    • alle Menschen, die uns auf unserem Weg unterstützt und bereichert haben

 


Und manche Entwicklungen lassen sich nicht beziffern, nicht bebildern und nicht in Worte sperren, ohne ihnen etwas von ihrer Kraft zu nehmen … Begegnungen an den Jahreskreisfesten, Verschiebungen in unserer Beziehung zur Natur, magische Fragen, die offen geblieben sind – all das wirkt weiter, auch wenn es hier nur leise anklingt.

Credits Foto mit Ast und mit Pusteblume: wildschoen.de

Der Jahresrückblick endet hier – nicht, weil alles gesagt ist, sondern weil manches gerade ruht.
Herzlich ~ Mela und Raphael

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die Zwischenwelt der Rauhnächte